David levithan

Buchrezension: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

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Von A wie atemberaubend bis Z wie Zenit – was liegt näher, als die Liebe enzyklopädisch zu erzählen? Diese poetische Manhattan-Love-Story in ungewöhnlicher, verspielter Form ist ein Herzensbuch für jeden, der verliebt ist oder sich verlieben möchte. Übersetzt von Andreas Steinhöfel.

Ich habe dieses Buch auf einem Grabbeltisch im Supermarkt entdeckt und es war die Idee, einen Roman in Form eines Wörterbuchs zu schreiben, die mich fasziniert hat. Das Taschenbuch ist mit seinen 211 Seiten recht kurz, vor allem da bei der Formatierung viel auf den Seiten frei geblieben ist. Ich habe das Buch in einem durchgelesen, was allerdings nicht (nur) an der Kürze lag. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich an eine kitschig-schöne Geschichte, aber ich habe die Geschichte eher melancholisch empfunden. Ein schönes Beispiel ist der Buchstabe O:

O

obstinate, adj. hartnäckig, halsstarrig, Adj.

Manchmal wird es zum Wettbewerb: Wer ist dickköpfiger, die Liebe oder die beiden Streitenden, die darin gefangen sind?

Man lernt die Protagonisten im Wörterbuch der Liebenden anders kennen, als man es gewohnt ist. Auf den ersten Blick oberflächlicher, aber ich habe mich und meine Beziehungen in vielen der “Definitionen” wieder gefunden und das hat bei mir eine Identifikation mit dem Buch hervorgerufen, die manche auch mit ausführlichen Charakterdarstellungen nicht erreichen. Ohne zu viel preis zu geben kann ich sagen, dass das Buch Spaß gemacht hat und zum Denken angeregt hat. Lest es aber vielleicht eher nicht, wenn euch der Sinn nach einer leichten Liebesgeschichte steht.

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