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Kosmetik aus Japan

So, hier ist nun der zweite Teil meiner gekauften Produkte aus Japan. Hier geht es nur um Kosmetikprodukte und ich habe schon beim Einkaufen versucht Produkte zu erwischen, die es so hier nicht unbedingt gibt. Leider ist der Markt ja inzwischen relativ homogen, was das Ganze schwer gemacht hat. Ein paar der Sachen kannte ich zumindest vorher aus Deutschland noch nicht und hoffe, dass ihr ein bisschen neugierig seid und Spaß beim Zuschauen habt! Ich wünsche euch ein schönes Pfingstwochenende! :)

Einkäufe aus Japan

Wenn ich schon einen Monat der Shopping-Enthaltsamkeit lebe, dann kann ich ja wenigstens noch in Erinnerungen vergangener Einkäufe schwelgen, oder? Hier also endlich ein Video mit meinen Einkäufen aus Japan. Zumindest mit allen Einkäufen, die nichts mit Kosmetik zu tun hatten, das Video ist ja auch so schon mehr als lang genug. Irgendwie habe ich kein Ende gefunden… Vielleicht schaffe ich es ja, mich beim Video über die Kosmetik-Mitbringsel kürzer zu fassen (obwohl die Chancen eher schlecht stehen…). So, jetzt aber viel Spaß damit!

Japans Norden – Sapporo

Endlich bin ich dazu gekommen, zumindest den ersten Teil der Videos zu verarbeiten und ein kleines Reisevideo für euch zusammen zu stellen. Außerdem gibt es die Fotos zum Aufenthalt in Sapporo.

Das Video fasst die knappe erste Woche unseres Japanurlaubs zusammen. Für alle die ihn noch nicht gesehen haben: Der Herr in dem Video ist mein Freund T.

Am Flughafen in Frankfurt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAErstes Abendessen

OLYMPUS DIGITAL CAMERABei Nacht

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn der Keksfabrik

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn Japan haben selbst Hunde künstliche Wimpern (hoffentlich nur dank Photoshop…)

OLYMPUS DIGITAL CAMERANorbesa Entertainment Center

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuf dem Mount Moiwa

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAGroße Stadt ganz klein

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVideobearbeitung ist noch ganz neu für mich, deshalb ist das erste Video nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vorenthalten will ich es euch aber trotzdem nicht. Wer kann sollte die Qualität hoch stellen. So, hier jetzt aber das Video:

 

Das Schlusswort im Video hat Thorge (so früh am morgen mehr oder weniger gut) gegeben, deshalb wollte ich euch auch noch ein paar meiner Eindrücke von Sapporo schreiben. Das könnte etwas detailliert werden, wer also mit dem Video schon meint, genug von Sapporo gelesen zu haben, sollte den Rest vielleicht nicht lesen ;).

 

Also, was ist mir persönlich aufgefallen? Ich versuche das mal in der Reihenfolge wieder zu geben, wie es mir in Sapporo aufgefallen ist.

In Sapporo sprechen viele fast kein Englisch, oder trauen es sich zumindest nicht. Man kommt auch ohne klar, aber mit Japanisch ist man ganz eindeutig im Vorteil, wenn man mit Leuten in Kontakt kommen möchte.

Die Ticketautomaten sind viel moderner und (das ist das verrückteste) leichter zu verstehen als bei uns. Es gibt Schranken am Eingang und Ausgang jeder Bahnstation, in die man sein Ticket gibt und welches die Info darauf speichert. Die Karte kommt in einem Mordstempo auf der anderen Seite wieder raus. Man muss das Ticket aufbewahren während der Fahrt, sonst kommt man am Zielbahnhof nicht mehr aus der Station (ja, das mussten wir erst lernen ;)). Da wird es dann eingezogen und kommt nicht mehr heraus. Das System ist klasse, denn so gibt so braucht es keine Schaffner – es kommen ja eh nur Leute mit Ticket rein, und die Tickets fliegen nicht in der Gegend rum weil sie einbehalten werden. Am Bahngleis gibt es (zumindest in Sapporo) überall eine Schutzmauer am Gleis mit Toren. Der Zug kann so irre schnell einfahren, ohne dass jemandem etwas passieren kann. Die Züge halten immer genau gleich und man stellt sich sich vor den Toren in Zweierreihen außen auf, damit die Aussteigenden mit viel Platz erstmal aus dem Zug raus kommen. In den Zügen ist es still. Herrlich still. Keiner hört zu laut Musik über seine Kopfhörer oder gar ohne, keiner redet laut. Es kommt einem als Europäer erstmal vor wie eine seltsame Zwischenwelt, so ungewohnt ist es. Kaum fährt sie Bahn los, sacken fast gleichzeitig, je nach Tageszeit, 60% der Köpfe nach vorne und es wird im Kollektiv geschlafen. Ich habe es probiert, aber ich bekomme davon schreckliche Nackenschmerzen und kippe um. Ich frage mich noch immer, wie das möglich ist. Muss jahrelange Übung sein… Alle anderen spielen mit dem Handy (35%) oder lesen (5%).

Das Hotel für 16 Euro die Nacht inklusive Frühstück war wider erwarten sowohl sauber, als auch genau so, wie auf der Homepage abgebildet eingerichtet. Mit eigenem Bad, Hightech-Toilette, Flachbildfernseher, 24 Stunden besetzter Rezeption. Wirklich klasse. Es hatte gar nichts von einer Jugendherberge (was ich jetzt bei dem Preis eigentlich erwartet hatte).

Morgens früh auf der Straße ist es wie ausgestorben. Zwischen 8 und 10 Uhr sieht man für eine Metropole mit knapp 2 Millionen Einwohnern erschreckend wenig Leute draußen. Und der Schnee der lag hat zusätzlich die Geräusche gedämpft. Am ersten morgen, neugierig auf die Stadt, sind wir sehr früh losgezogen, um die Stadt in einer Art Koma vorzufinden. Auch die Geschäfte waren geschlossen. Erst am 10 Uhr öffneten sie und ein bisschen mehr Leben kam auf. Wo die Menschen wirklich sind, haben wir erst später rausgefunden. Es stimmt zwar, in Japan geht die Geschäftigkeit erst später los als bei uns, aber weil es oben so kalt ist und so viel Schnee liegt (nicht jedes Stück Bürgersteig ist beheizt, deshalb gibt es zwischendurch immer so Eisschollen auf dem Weg), haben sich die Stadtplaner scheinbar gedacht, dass es klug wäre, die Stadt zu untertunneln. Es gibt in Sapporo eine Stadt unter der Stadt mit Geschäften, Restaurants, Anschluss zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, Ruhebereichen, eben allem was dazu gehört. Und vor allem auch: öffentliche Toiletten. Das trifft nicht nur auf Sapporo zu. Es gibt ÜBERALL öffentliche Toiletten die halbwegs sauber sind und nichts kosten. Man konnte in Sapporo kaum 200 Meter gehen, ohne eine zu finden.

Außerdem sind mir viele Fußfehlstellungen und Frauen mit viel zu großen Schuhen aufgefallen. Ich weiß nicht, ob die zu großen Schuhe ein Modetrend sind, aber gerade bei hochhackigen Schuhen stelle ich mir das schrecklich unbequem und gefährlich vor. Sonst ist mir in Sachen Bekleidung aufgefallen, dass Japanerinnen (trotz Winter) viel, viel mehr Röcke tragen. Und allgemein auch femininer angezogen sind. Ich kam mir in meinen praktischen Funktionssachen vor, wie ein Waldmensch in der Zivilisation.

Außerdem aufgefallen sind am ersten Tag die Konbinis (Convenience Stores), die 24 Stunden offen haben und auch selten weiter als 300 Meter auseinander liegen. Wirklich große Supermärkte, wie hier Real, haben wir nur einmal etwas außerhalb in einem Vorort entdeckt. Auch die Einheimischen haben die Konbinis rege frequentiert und was mir da besonders aufgefallen ist, ist dass es dort nicht sehr viel teurer ist als im großen Supermarkt und es außerdem ein sehr großes Angebot gibt. Vor allem auch an Essen. Und das ist im Vergleich zu Deutschland wirklich günstig. Frisches Essen in Portionsgrößen für eine Hauptmahlzeit abgefüllt in Styroporbehälter wie beim Lieferservice für umgerechnet 3 oder 4 Euro würde man hier nicht bekommen. Mit Reis und Gemüse, Fleisch und Ei. Das ist wirklich eine tolle Sache, gerade wenn man nicht so viel Geld im Urlaub hat oder es mal eilig hat.

So, der Post ist jetzt schon irre lang, den nächsten Schub Eindrücke gibt es mit dem Post zu Japans Mitte – Tokyo! Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche! :)

Zurück aus Japan

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Ich bin wieder zurück in good old Germany. Der Urlaub war unglaublich toll und ich wollte ehrlich gesagt noch gar nicht zurück kommen. Leider war das Geld alle und der Rückflug gebucht. Heute habe ich angefangen die Fotos und das Videomaterial zu sichten und mich mit dem Videobearbeitungsprogramm vertraut zu machen. Ich bin da bisher gänzlich unerfahren und habe das Ganze vielleicht ein bisschen unterschätzt. Am liebsten würde ich euch natürlich schon mit verarbeitetem frischen Videomaterial verköstigen, aber das wird noch den ein oder anderen Tag dauern fürchte ich.

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Zur Entschädigung zeige ich euch die Videos, die mein Freund Thorge und ich schon während des Urlaubs für Familie und Freunde auf YouTube hochgeladen haben. Ich hoffe ich komme trotz Jetlag die nächsten Tage mal dazu, ein bisschen weiteres Videomaterial für den Upload bereit zu machen.

Bis dahin viel Spaß mit diesen (leider wacklingen Handy-) Videos!

Bis hoffentlich bald!

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Ich weiß, dafür dass wir erst am 1.3. fliegen, fange ich früh an zu packen. Aber es macht mir Spaß und ich fahre am Montag noch für etwas mehr als eine Woche meine Eltern besuchen, deshalb wollte ich das ganz gerne schon mal fertig machen, damit ich an den letzten zwei Tagen vor dem Flug keinen Stress habe.

Ich habe letztens einen Blogpost zum Reisegepäck gesehen und fand das ganz interessant, deshalb dachte ich, zeige ich meins auch mal her. Ich werde mich aber auf mein Handgepäck und die Kosmetik- und Körperpflegeabteilung beschränken weil der Rest wirklich unspektakulär ist. Weil wir 3 Wochen unterwegs sind, habe ich nur gut kombinierbare Basics eingepackt (T-Shirts, Fleece- und Strickjacke, hellblaue, blaue und schwarze Jeans, Capri-Jeans, Rock und Kleid – das war es schon), die sich vor allem auch gut zusammen waschen lassen.

Erstmal also zum Handgepäck

20130216_174829Ich werde wohl diesen Rucksack mitnehmen. Den habe ich mal bei Tchibo gekauft und der ist ziemlich bequem und hat viel Stauraum. Außerdem hat er für schlechtes Wetter einen Regenüberzug. Ich habe erst überlegt, ob ich auch eine Handtasche mitnehmen soll, mich dann aber dagegen entschieden. Manchmal muss Praktikabilität vor Schönheit gehen! Hinten im großen Fach hat er so einen abgetrennten Bereich für einen Laptop, aber ich werde ihn für die wichtigen Reiseunterlagen missbrauchen.

20130216_175637Falls ihr euch wundern solltet: ich habe natürlich keine zwei Pässe und zwei internationale Führerscheine, sondern nehme die wichtigen Dokumente für mich und meinen Freund mit. Ich denke er wird sich zwar auch einen Tagesrucksack mitnehmen, aber mir ist wohler dabei wenn alles zusammen ist.

20130216_181509Das kommt in das größte Fach in der Mitte. Der leere Platz zwischen Kindle und Portemonnaie steht stellvertretend für mein Handy, mit dem ich zur Zeit mangels Alternative alle Bilder mache. Ein “Papierbuch” habe ich zusätzlich zum Kindle für den Strand dabei, da will ich den Kindle nicht mit hinnehmen. Das schwarze links ist ein Schmucketui. Ich plane zwar nicht viel mit zu nehmen, aber das will ich auf dem Flug lieber bei mir haben. Gleiches gilt für ein Set Wechselunterwäsche. Das ist die Angst vor einem Kofferverlust… Kennt ihr das? Ich habe jedes mal wenn ich am Gepäckband stehe und warte ein total mulmiges Gefühl, obwohl bei mir bisher noch nie was passiert ist (oder gerade deshalb?).

20130216_180300Auch mit ins Handgepäck und ebenfalls ins größte Fach kommt der obligatorische durchsichtige Plastikbeutel. Die Zahnbürsten fehlen da zur Zeit natürlich noch, aber sonst müsste das schon ein recht großer Teil der Hygieneartikel sein. In den Koffer habe ich auch noch ein paar Sachen gepackt, aber diese Sachen finde ich so wichtig, dass ich sie im Handgepäck haben möchte (da ist sie wieder, die Kofferverlustangst!). Die Sachen sind für meinen Freund und mich, wir haben da beide Kompromisse gemacht. Aber ich habe auch keine Lust so viel herum zu schleppen. Ich glaube es wird das allererste mal, dass ich nicht mehr dabei habe, als ich wirklich brauche.

20130216_181921Das ist der Inhalt der ganzen Vor- und Seitenfächer. In der Box oben in der Mitte befinden sich Damenhygieneprodukte (haha). Apropos, diese Boxen sind jawohl eine tolle Erfindung, oder? Ich mag die jedenfalls sehr gerne für die Handtasche. Das da links sind Kiko-Blottingpaper, falls ich beim Blick in den Taschenspiegel im Flugzeug doch nicht alles Gold ist, was glänzt ;)

20130204_235054Jetzt also zum Kofferinhalt! Ja, ich weiß. Das sind keine Kosmetik- oder Körperpflegeprodukte, aber meine erste Schnorchelausrüstung werde ich hoffentlich trotzdem teilen dürfen! Auf Miyako-jima wird es zwar um 20°C warm sein und die Meeresströmungen kommen aus wärmeren Gefilden, aber mit einem Neoprenshorty ist man auf der sicheren Seite. Ich lasse bestimmt nichts zwischen mich und die Korallen kommen… Das meine richtige Schnorchelpremiere so spät kommt, ist eigentlich seltsam, denn ich liebe das Meer sehr. Und Schwimmen. Die Flossen gab es leider nicht mehr in blau, aber im Meer bin ich lieber schnell als farblich passend abgestimmt.

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20130216_195015So, das ist der nächste Teil der Körperpflege-/Hygieneabteilung samt Aufbewahrungstäschchen. Denkt immer daran: ich packe was diese Sachen angeht für zwei. Das liegt daran, dass mein Freund keinen gigantischen Rollkoffer hat wie ich, sondern nur eine Reisetasche und ich ziemlich nett bin ;) Besonders diese kleinen Waschmittelkugeln finde ich für so einen Urlaub praktisch. Glücklicherweise haben wir in Tokio im Hotel eine Waschmaschine, das zu wissen hilft bei der Reduktion der Kleidungsstücke enorm. In der großen Tube ist so ein Haut- und Haarwaschzeug. Ja so hart im Nehmen bin ich. Als Ausgleich musste für mich dann aber noch eine kleine Haarspülung von Balea mit.

20130216_19515220130216_194750Okay, wenn ich das so sehe überdenke ich meine Aussage mit dem “nur das Nötigste” vielleicht noch mal… Aber ich habe gelesen, dass Japanerinnen sich im Allgemeinen immer zumindest leicht schminken um keinen ungepflegten Eindruck zu machen. Ich dachte ich nehme mir ein Beispiel daran und mache mit. Ich falle auch so schon genug auf, da muss ich nicht da auch noch mit den Gepflogenheiten brechen. Besonders das Reduzieren auf zwei getönte Lippenpflegestifte ist mir extrem schwer gefallen… Lidschatten sind drei unauffällige dabei, den Cremelidschatten von Catrice (Lord of the Blings) erkennt man nicht so gut. Das Augenbrauengel von Alverde würden mache bestimmt als Ballast ansehen, aber das ist eines meiner liebsten und wichtigsten Schminkutensilien. Ich habe nämlich extrem wilde Augenbrauen.

Rechts seht ihr auch unsere Reiseapotheke. Ziemlich spärlich, aber das Nasenspray ist auch noch nicht da. Zusätzlich wollte ich mir noch Aspirin für den Flug holen. Ich habe wegen der Pille auch eine leichte Thrombose-Neurose, da kann ein bisschen Blutverdünnung nicht schaden. Vielleicht besorge ich mir auch noch so super schicke Thrombosestrümpfe (haha…).

Ah ein Tipp noch: rollt die Klamotten auf, statt sie zu falten, wenn ihr euren Koffer packt. Ich habe das mal in einem Video auf Youtube gesehen und mache es seit dem nur noch so. Ich habe das Gefühl es spart wirklich eine Menge Platz.

Das war soweit schon alles. Habe ich etwas lebensnotwendiges vergessen? Nehmt ihr auch immer zu viel mit in den Urlaub? Seid ihr auch Klamotten-Roller?

Nihon e ikimasu!

Oder: Wir fliegen nach Japan! Am 1. März ist es endlich so weit und mein Freund und ich treten unseren lange geplanten Japanurlaub an. Wir werden drei Wochen unterwegs sein und verschiedene Stopps in Japan machen. Im letzten Semester hatte ich zwar einen Japanisch-Intensivkurs, aber besonders das Lesen fällt doch noch recht schwer. Ich hoffe wir kommen irgendwie zurecht. In Tokyo sind zumindest noch viele Schilder auch auf Englisch, aber besonders auf Miyako-jima wird das wohl eher schwierig werden…

So, hier ist erstmal eine Karte von Japan zur groben Orientierung:

20130212_184349Wir fliegen von Frankfurt über Peking nach Sapporo. Das ist die größte Stadt auf der nördlichsten Insel Hokkaido. Zu dieser Jahreszeit wird es um 0 °C kalt sein und mit großer Wahrscheinlichkeit Schnee liegen. Wir haben ein Hotel gebucht, welches vom Hauptbahnhof relativ leicht zu erreichen ist. Wir sind die Strecke sogar bei Street View mal “abgegangen”, um uns gut orientieren zu können (ihr merkt, eine leichte Nervosität ist nicht zu verleugnen!).

20130212_184424Wir wollen zuerst mal die Stadt besichtigen und ich werde mir eine Kamera kaufen. Elektroartikel sind in Japan wesentlich günstiger als hier. Ich habe mich für die Olympus SZ-31MR entschieden, die unter der Bezeichnung Reisezoomkamera gehandelt wird. Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich mir eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera zulegen soll, aber letztendlich würde ich mir vermutlich selten die Mühe machen, den Klotz mitzunehmen und dafür dass sie zuhause verstaubt sind sie auch in Japan zu teuer. Das Modell, für das ich mich entschieden habe, kostet in Japan ungefähr 80€ weniger als hier, das ist ja schon mal nicht schlecht. Außerdem wollen wir uns einen Camcorder zulegen. Wir werden uns die Panasonic HX-WA20 besorgen, denn die ist sogar wasserdicht. Das wird schon in diesem Urlaub hoffentlich nützlich werden, aber dazu später mehr.

20130212_184457Außerdem auf dem Programm steht die Besichtigung einer Schokoladenfabrik in einem Fachwerkhaus, der örtliche Wochenmarkt, ein Halbtagesausflug in das kleine Fischerdorf Otaru an der Küste und dann eventuell noch ein Besuch in einem Bad, das aus einer heißen Quelle gespeist wird. Man nennt diese Quellen, in denen man Baden gehen kann, Onsen. Den Rest der Tage in Sapporo werden wir vermutlich genug zu tun haben uns an die andere Kultur zu gewöhnen und einfach umher zu gehen und zu staunen. Insgesamt sind wir 5 Tage in Sapporo. Von da aus fliegen wir weiter nach Tokio.

20130212_184604In Tokio wird es im März vom Klima her ungefähr so sein wie hier, so um 10 °C. Hier haben wir haben ein Hostel im Stadtteil Sumida gebucht. Von dort aus ist man mit der U-Bahn innerhalb von 20 Minuten im Stadtzentrum (immer vorausgesetzt wir verlaufen und verfahren uns nicht fürchterlich…) und das Wohnen dort ist nicht sehr teuer. In Tokio gibt es natürlich unglaublich viel zu sehen und die Zeit die wir hier zur Verfügung haben reicht nicht mal annähernd aus um alles zu sehen. Wir sind 6 Tage dort und planen den Kaiserpalast anzusehen, die Haupteinkaufsstraße, den Hafen, diverse Gärten und Schreine, den großen Tempel in Asakusa, Shinjuku, Roppongi, Shibuja und außerdem haben wir Tickets für das Museum Ghibli. Studio Ghibli ist der Produzent vieler bekannter Animes, zum Beispiel Prinzessin Mononoke, Mein Nachbar Totoro, Die letzten Glühwürmchen, Das Schloss im Himmel, Chihiros Reise ins Zauberland… Das Museum liegt etwas außerhalb, aber ich denke der Besuch wird sich lohnen, ich liebe nämlich eigentlich alle Filme von Studio Ghibli!

Von Tokio aus geht es mit dem Zug Richtung Nordwesten in die Berge. Wir haben in der Präfektur Gunma zwei Übernachtungen in einem traditionellen japanischen Gasthaus, Ryokan genannt, gebucht. Das ist ziemlich kostspielig, aber wir wollten uns die Gelegenheit, einmal traditionell japanisch Urlaub zu machen, nicht nehmen lassen. Ein Urlaub im Urlaub sozusagen. Bei der Ankunft bekommt man einen leichten Freizeitkimono, die Yukata, und sein Zimmer. Es sind klassisch japanische Zimmer mit Reisstrohmatten (Tatami) am Boden und ohne westliche Möbel. Den Tag kann man im in den heißen Bädern oder mit Spaziergängen durch den Wald verbringen. Traditionell japanisches Frühstück und Abendessen sind im Preis inbegriffen, ebenso wie der Eintritt in das heiße Bad. Baden gehen ist in Japan übrigens nicht wie bei uns. Man zieht sich zuerst aus und wäscht sich auf Schemeln am Boden gründlich ab, erst dann geht man in die heißen Bäder und entspannt. Falls es euch interessiert könnt ihr *hier* einen Blick auf unser Ryokan werfen. Die Bäder draußen sind direkt an einem Bergfluss und obwohl schon März ist wenn wir da sind, hoffe ich auf ein bisschen Schnee! Hier in dem Video bekommt man glaube ich einen ganz guten Eindruck von dem Ryokan:

Danach geht es, hoffentlich gut erholt, zurück nach Tokio. Die drei Tage, die wir noch da sind habe ich bisher noch nicht verplant, aber wir finden bestimmt in den ersten 6 Tagen dort etwas, was wir unbedingt noch machen wollen! Dann geht es von Tokio mit dem Flugzeug weiter nach Miyako-jima.

20130212_194029Wie ihr seht ist Miyako-jima ein ganzes Stück südlich von Japans Hauptinsel gelegen. Schon im März liegen die Temperaturen um 20 °C, das Klima ist subtropisch. Wir haben ein Hostel inmitten von Zuckerrohrplantagen gebucht und können dort kostenlos Fahrräder und Roller benutzen und die Insel erkunden. Die Insel ist nur ungefähr 30 km lang und 10 km breit und teilweise von Korallenriffen umgeben. Jetzt werden die Taucherausrüstung und die Unterwasserkamera hoffentlich zum Einsatz kommen! Außer Schnorcheln haben wir geplant viel Rad zu fahren und die Insel zu erkunden. Hier ist ein Video von einem japanischen Tourist von 2012, falls ihr euch selbst ein Bild machen wollt:

Es gibt zum Beispiel einen Mangrovenwald, eine Meersalzgewinnungsanlage, einen Leuchtturm, Glasbodenbootsfahrten und ein deutsches Dorf! Wie kommt ein deutscher Themenpark auf eine winzige japanische Insel? Im 19. Jahrhundert ist ein deutsches Boot vor der Küste gekentert und die Matrosen wurden von Inselbewohnern gerettet. Seit dem hat die Insel eine besondere Verbindung zu Deutschland. Auf diesen Teil der Reise freue ich mich ganz besonders, denn ich war noch nie an Korallenriffen schnorcheln oder in den Subtropen. Es wird dort also einige Premieren geben! Nach einer Woche auf der Insel geht es zurück nach Tokio und von dort über Peking wieder nach Frankfurt.

Am 22. März werde ich also, vermutlich mit Kulturschock und hoffentlich mit einer Bilder- und Videoflut, zurück sein. Wir haben vor ein bisschen Videotagebuch zu führen, das bietet sich ja an um hier auf dem Blog die ersten Videos zu zeigen! Wünscht uns Glück, dass wir uns nicht zu oft verlaufen ;)