Science

Animal Behaviour

As some of you may know, I’m a fan of MOOCs (massive open online courses) that have become relatively popular over the last years. I enjoy the platforms Coursera and edX most. Both offer a wide variety of courses for free. To deepen the experience, I decided to pay for my latest course, Animal Behaviour, provided by the University of Melbourne.

When you decide to pay for the course (35 € for this particular course), you can get a verified certificate with distinction (when you participate successfully, that is). I thought paying might motivate me to do all the assignments with greater care and to take the course more seriously than I took some of the courses I tried before.

The extents of these courses vary. Animal Behaviour is estimated to 6 – 8 hours of work per week. I probably underestimated the workload, especially since I currently write my master’s thesis, but I enjoy the course anyways. One of the assignments I have to do for the course is to take field notes on the behaviour of an animal of my choice. I decided to watch a pair of Atlantic Puffins nesting on Seal Island, Maine, USA via webcam. On my field notes blog, The Atlantic Puffin, I share my observations and videos of interesting events, in case you’d like to pop in an take a look.

Hole in the egg

Puffin mother with the egg

3.10

Fluffy little hatchling

I just wanted to let you know what I have been up to these past couple of weeks. The course ends in two weeks, I hope to find more time for this blog by then. Until then, enjoy the summer!

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Frohe, lehrreiche Ostern!

Ich wünsche allen erstmal frohe Ostern! Ich hoffe ihr konntet gestern und werdet heute den Tag schön verbringen können. Ich habe mich Ende letzter Woche dazu entschieden, spontan doch noch zu meinen Eltern zu fahren und kann deshalb Ostern in Ruhe genießen. Leider heißt das auch, dass ich an den diversen Videos nicht weiterarbeiten kann. Ich hoffe ihr habt Verständnis und geduldet euch noch ein wenig.

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So lehrreich wie dieses Jahr war Ostern für mich wohl zum ersten mal. Nach meinem dreiwöchigen Urlaub hatte ich einen Riesenberg Zeitungen nachzulesen. In der Zeit von vorletzter Woche (glaube ich) bin ich dabei auf ein Artikel aufmerksam geworden, der von freier, kostenloser Bildung über das Internet berichtete. Seit einiger Zeit gibt es bei richtig guten Univeristäten die Tendenz, das Lehrmaterial kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. Teilweise sogar nicht nur als einfache abgefilmte Vorlesung, sondern mit Literatur, interaktiven Aufgaben während der Vorlesung und Hausaufgaben und Quizzes, die entweder auf Grundlage von peer-evaluation (also durch andere “virtuelle” Studenten) oder auf elektronischem Weg korrigiert werden.

Es gibt verschiedene Plattformen, zum Beispiel Udacity, Coursera, oder die Khan Academy.

Nach einiger Recherche und als ich mir einen Überblick über das jeweilige Angebot verschafft hatte, habe ich mich dafür entschieden, mich bei Coursera anzumelden. Das kostet nichts und ermöglicht es einem, an den Kursen teilzunehmen. Coursera hat meiner Meinung nach das am breitesten gefächerte Angebot, während bei den anderen “Online-Unis” der Fokus auf internetbasierten Technologien zu liegen scheint. Die Kurse bei Coursera sind nicht jederzeit zugänglich und haben, wie richtige Universitätsveranstaltungen, ein Anfangsdatum und sind dann in Wochen gegliedert.

Ich habe mich erstmal für drei Kurse angemeldet, auch zwei der Kurse schon länger laufen. Fundamentals of Human Nutrition wird morgen schon abgeschlossen sein, deshalb konnte ich nicht mehr an den Quizzes und Aufgaben teilnehmen, das heißt ich bekomme auch kein Zertifikat für diesen Kurs. Ich habe mich eigentlich nur noch angemeldet, um ein bisschen in das Kursmaterial reinschnuppern zu können, weil mich das Thema Ernährung sehr interessiert.

Der zweite Kurs, bei dem ich es sehr bedauere, dass es schon lief, heißt AIDS und es geht, wie der Name ja schon sagt um HIV und AIDS. Ein extrem spannendes Thema und ja auch durchaus passend zu meinem “echten” Studium der Mikrobiologie. Leider bin ich auch bei diesem Kurs zu spät gekommen und werde deshalb kein Zertifikat erhalten. Dafür habe ich zu viele Essay-Abgabefristen verpasst. Trotzdem sehe ich mir die video lectures zu dem Thema zur Zeit am liebsten an weil mich das Thema so fesselt.

Der dritte Kurs, und das war wirklich ein glücklicher Zufall, ist genau an dem Tag angefangen, an dem ich mich angemeldet habe. Es ist eine Introductory to Psychology as a Science und hat mich sehr angesprochen. Ich habe in meinem Bachelorstudium einen Kurs namens biological psychology und die Psychologie hat mich auf anhieb (unerwarteter Weise) sehr interessiert. Ich freue mich, jetzt in dem Kurs ein bisschen mehr zu dem Thema lernen zu können und am Ende (sofern ich alle Aufgaben und Quizzes mitmache und schaffe) sogar ein Zertifikat zu erhalten.

In Amerika kann man mit diesen Zertifikaten sogar schon Kurse des Grundstudiums ersetzen, aber in Deutschland haben sie in der Hinsicht bislang keinen Wert. Trotzdem finde ich es schön, wenn man zum Beispiel seiner Bewerbung etwas beilegen kann, was zeigt, womit man sich gerne beschäftigt. Teilweise gibt es zumindest für Biologen bei Coursera sogar Kurse, die sich wirklich gut machen könnten. Zum Beispiel gibt es im Juli einen Kurs über Apoptose von der LMU München. Hier ist der Trailer zu der Veranstaltung:

Für mich ist es wirklich das beste Angebot, was ich seit langem gesehen habe und ich bin mit Feuereifer dabei. Konnte ich vielleicht jemanden anstecken? Das würde mich sehr freuen!

In jedem Fall hoffe ich, dass ihr Ostern gut ausklingen lassen könnt.

Bis bald!

Impfen oder nicht Impfen…

… das ist hier die Frage! Es ist November und so langsam beginnt hierzulande die Grippesaison. Passend dazu hat bei mir im Oktober die Vorlesung Virologie begonnen und ich habe schon einiges interessantes gelernt. Da Virologie uns alle mehr oder weniger betrifft habe ich beschlossen, etwas von dem, was Professor Ritter (Leiter der Virologie der Uniklinik Aachen) so unterhaltsam präsentiert, weiterzugeben. Die Angaben sind natürlich nicht mit 100%iger Gewähr und ich bin kein Mediziner, sondern Biologe, aber ich dachte es könnte euch trotzdem interessieren. Ich bin jedenfalls Feuer und Flamme für das Thema!

Die erste Krankheit, um die es gehen soll, ist die Influenza (Grippe). Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die ihren Ursprung im oberen Atmungstrakt, also im Rachenraum nimmt. Man kann sich über die Luft (wenn z.B. jemand niesen musste) oder über Oberflächenkontakt infizieren. Über Oberflächenkontakt ist wohl die weit häufigere Variante. Erkennen kann man die Grippe anhand ihrer Symptome relativ leicht von einem grippalen Infekt (“Husten, Schnupfen, Heiserkeit”) unterscheiden. Die Grippe beginnt nicht schleichend mit Halsschmerzen oder Schnupfen, sondern sehr plötzlich. Bei Erwachsenen sollen die typischen Symptome plötzlich auftretendes hohes Fieber (> 39°C) und starke Kopfschmerzen sein. Dazu treten üblicherweise trockener Husten, Atemnot und ein Fröstelgefühl auf. Halsschmerzen, “laufende” Nase, Niesen, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen können, müssen aber nicht auftreten. Bei Kindern tritt das hohe Fieber häufig zusammen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf.

Gegen Grippe kann man sich bekanntermaßen Impfen lassen. Schon im Sommer hängen die Impfplakate in den Arztpraxen und raten dazu, sich impfen zu lassen. Doch für wen macht eine Impfung überhaupt Sinn? Besonders gefährlich wird eine Grippe dann, wenn die Erkrankung das Immunsystem so überfordert, dass zu der Virusinfektion Bakterieninfektionen kommen können. Dann kann sich zum Beispiel zusätzlich zu den Grippesymptomen eine Lungenenzündung durch eine Pneumokokkeninfektion einstellen. Besonders Menschen über 65 Jahre, Kinder und Kranke (mit Diabetes, Autoimmunkrankheiten usw.) sollten sich deshalb durch eine Impfung versuchen zu schützen. Kindern kann man eine Impfung mit lebenden Viren geben, da ist der Impfschutz länger gegeben. Alten Patienten wird zu einem Impfstoff mit Adjuvantien geraten. Die Adjuvantien ermöglichen es, dass der Körper auf den Impfstoff mit ausreichender Antikörperbildung reagieren kann, was bei Älteren sonst oft nicht gegeben ist. Junge Menschen dürfen hingegen keinen Impfstoff mit Adjuvantien erhalten, da diese bei ihnen Autoimmunkrankheiten auslösen können.

Aber wieso soll man sich, falls man zu keiner der Risikogruppen gehört, jedes Jahr impfen lassen? Gegen manche Viren hält der Impfschutz ja viel länger. Nur entstehen von der Grippe immer neue Subtypen, gegen die der vorherige Impfstoff möglicherweise nicht schützen kann. Ein Subtyp ist zum Beispiel die “Vogelgrippe” (H5N1), ein anderer die “Schweinegrippe” (H1N1). In den Klammern seht ihr die Antigenformel. Das N ist in beiden fällen gleich, das H unterscheidet sich aber. Ein neues H ist gefährlich, denn unsere Antikörper erkennen die Viren anhand des Hs. Kennen unsere Immunzellen das H nicht, können sie uns nicht schützen. Doch wie kommt es zu dem neuen H? Das Reservoir für Grippeviren sind Wasservögel. Sie sind ständig infiziert, werden aber selbst nicht krank. Sie infizieren aber Hausgeflügel und Schweine (daher auch der Name der bekannten Grippesubtypen), die an der Krankheit dann auch sterben können. Außerdem können sie den Virus auf den Menschen übertragen. Das besondere sind nun die Schweine. Sie können doppelt infiziert werden. In ihnen können also verschiedene Typen der Viren wie in einer “Mischmaschine” neu zusammengewürfelt werden und Viren mit neuem H können entstehen. Da gegen dieses Virus noch niemand immun ist, kommt es zwangsläufig zu einer Pandemie. In dem Fall eines neuen Virus’ sind jedoch auch die Geimpften nicht geschützt, da die Impfstoffe immer nur auf Grundlage der Viren des vorangegangenen Jahres hergestellt werden können. Fazit: Als Mensch, der zu keiner Risikogruppe gehört, ist es in der Regel nicht nötig, nach einer Grundimmunisierung (drei Grippeschutzimpfungen in drei aufeinander folgenden Jahren) jedes Jahr weiterhin eine Impfung zu erhalten. Es reicht bei bestehendem Impfschutz aus, sich impfen zu lassen, wenn ein neuer Subtyp auftritt (so man denn in dem Fall eine Impfdosis abbekommt).

Wie kann es sein, dass es bei dem Neuauftreten eines Subtyps (z.B. der Vogelgrippe) nach der Entwicklung eines Impfstoffs, nicht genug Impfstoff für alle da ist? Das liegt daran, dass ein sehr spezielles Verfahren zur Gewinnung des Impfstoffs nötig ist. Man benötigt zur Vermehrung der Viren, die dann geerntet und gereinigt werden, sterile embryonierte Hühnereier. Nur extra dafür gehaltene Hühner legen sterile Eier. Zur Zeit gibt es auf der Welt im Jahr 200 000 000 dieser sterilen Eier. Pro Ei erhält man eine Impfdose. Es können also nicht mehr als 200 000 000 Menschen pro Jahr, mit auf diesem Wege gewonnenen Impfstoff, geimpft werden. Man kann den Impfstoff auch aus Zellkulturen gewinnen, jedoch ist diese Art der Produktion in Verruf geraten, da es sich bei Zellkulturen um entartete, sich ständig teilende Zellen handelt. In der Presse hieß es dann “Krebszellen zur Impfstoffgewinnung!” und die Nachfrage für den so gewonnenen Impfstoff ging stark zurück, dabei enthält die fertige Impfdose nur gereinigte Bestandteile des Virus, aber keine Zellbestandteile.

Was kann man tun, wenn man nicht geimpft ist und die ersten Anzeichen einer Grippe bei sich bemerkt? Da es sich um eine Virusinfektion handelt, helfen Antibiotika nicht. Die können nur Bakterieninfektionen bekämpfen. Das einzige was bisher helfen kann, sind sogenannte Neuraminidase-Hemmer. Die sind allerdings nur zur Frühbehandlung geeignet, also wenn man sehr früh die Erkrankung anhand der Symptome erkennt. Laut Professor Ritter ist deren Verschreibung aber nicht unbedingt üblich. Man sollte seinen Allgemeinmediziner darauf ansprechen und nach dem Wirkstoff Zanamivir oder dem Medikament Relenza (enthält Zanamivir) fragen. Relenza wird mithilfe eines Inhalators eingeatmet und verhindert so die weitere Ausbreitung der Viren im Körper an ihrem Ursprungsort (Rachenraum). Das ist auch einer der Gründe, warum eine Behandlung mit diesem Medikament nur zu Beginn der Infektion helfen kann.

So, genug über Krankheiten erzählt, ich wünsche euch einen gesunden Start ins Wochenende und hoffe, dass ihr das vielleicht interessant fandet!