Kindle Paperwhite

Die Idee, alle meine Bücher an einem Ort zu haben und überall mit hinnehmen zu können, hat mir von vorn herein sehr gut gefallen und von dem E-Ink Display wurde ich auch nicht enttäuscht. Es ist wirklich als würde man ein “richtiges Buch” lesen. Die Akkulaufzeit von vielen Wochen hat mich zusätzlich begeistert. Deshalb hatte ich den Kindle Keyboard schon, da war er in Deutschland noch gar nicht erhältlich. Ich habe ich vor ungefähr drei oder vier Jahren bei amazon.com bestellt und war immer sehr zufrieden mit ihm.

Letzte Woche habe ich ja das Hörbuch von Daniel Kahneman beendet und wollte mal wieder etwas auf meinem Kindle lesen, aber er ist kaputt gegangen. Ich habe ihn zum Laden angeschlossen und nach dem Laden war das Display halb eingefroren und die obere Hälfte ist nicht mehr aus dem “empty battery screen” gekommen.

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Obwohl ich keine Garantie mehr hatte, war der Support sofort zur Stelle (sie rufen einen kostenfrei zurück, auch auf dem Handy, und zwar sofort), aber leider haben Neustart und Reset nicht geholfen. Ich habe dann wirklich günstige Angebote für einen neuen Kindle von amazon.com bekommen, aber der Import aus Amerika kostet natürlich Steuern und Versand, deshalb hätte sich das nicht wirklich gelohnt und ich habe mir den Kindle Paperwhite bei amazon.de zum regulären Preis bestellt. Zusätzlich habe ich mir die Originalhülle aus schwarzem Leder dazu bestellt.

Der Neue kam in einem schnittigen Karton zusammen mit der Hülle an und wurde sofort von mir in Augenschein genommen.

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Im Vergleich mit meinem alten Kindle sieht man, dass das Gerät kleiner geworden ist, aber das Display immer noch die gleiche Größe hat. Das Keyboard ist dank Touchscreen und Bildschirmtastatur überflüssig geworden.

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Auf den ersten Blick sehen die Displays sehr ähnlich aus, aber der Paperwhite hat eine LED-Beleuchtung, bei dem das Licht aber angeblich nicht zum Betrachter scheint, sondern von der LED-Membran, die auf dem Display aufliegt, nach unten auf das Display geworfen wird. Die Beleuchtung kann in vielen Stufen geregelt werden und auch ausgeschaltet werden. Im Menü wird darauf hingewiesen, dass man in hellen Räumen eine hohe Beleuchtung wählen soll, in dunklen eine niedrigere. Im ersten Moment mag das irritieren, aber es macht durchaus Sinn. Dass das Lesen im komplett dunklen Zimmer total entspannt ist, wäre gelogen. Mich strengt es schon etwas an, aber wenigstens ist es jetzt überhaupt möglich. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von der starken Beleuchtung in hellen Räumen halten soll, aber auf den ersten Blick wirkt das E-Ink-Display dadurch stets einfach heller und weißer (wie der Name Paperwhite ja auch schon vermuten ließ). Eine abschließende Meinung kann ich mir erst bilden, wenn ich länger mit dem Paperwhite gelesen habe. Das Menü ist meiner Meinung nach jetzt übersichtlicher, weil die Bücher mit ihren Covern dargestellt werden und nicht als schnöde Liste (obwohl die Listenoption nach wie vor wählbar ist). Sonst hat sich die Bedienbarkeit durch den Touchscreen natürlich erheblich verbessert. Ob die Akkulaufzeit stark unter der Beleuchtung leidet muss ich noch herausfinden, aber laut Amazon soll die Laufzeit immer noch sehr lang sein (ich glaube sie ist mit 8 Wochen angegeben).

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Die Hülle ist zwar mit ihren knapp 35 € kein richtiges Schnäppchen, aber das Leder und der matt silberne Magnetverschluss machen einen hochwertigen Eindruck. Auch die Verarbeitung lässt bei mir keine Wünsche offen. Im Inneren verbirgt sich eine Plastikschale, in die der Kindle, ähnlich wie bei vielen Handyhüllen, passgenau reingedrückt werden kann. Das Spaltmaß ist klein und er sitzt gut fest in der Hülle.

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Das Tweedfutter gefällt mir besonder gut.

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Der Magnetverschluss sorgt übrigens dafür, dass der Kindle beim Schließen der Klappe automatisch in den Stand-by-Modus wechselt und beim Öffnen wieder “aufwacht” und die Seite lädt, auf der man gerade war. Ich bin zufrieden mit der Anschaffung, auch wenn ich es besser gefunden hätte, wenn der Kindle Keyboard eine längere Lebensdauer als 3,5 Jahre an den Tag gelegt hätte. Immerhin sind alle Inhalte, die ich für den Kindle Keyboard gekauft habe, in der Cloud für mich gespeichert und können jetzt natürlich auf den neuen Paperwhite geladen werden.

Was für einen E-Reader habt ihr? Oder kommt euch nur echtes Papier ins Haus?

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4 comments

  1. Ach ich bin mir einfach so unsicher bei Kindles ;) Ich liebe es einfach, ein stinknormales Buch in der Hand zu halten und auch, sie dann in einem Regal schön zu sammeln. Bin halt hier doch nocht etwas “altmodisch”. Wobei ich sagen muss, die Idee natürlich spitze ist…

    1. Ja, manchmal kaufe ich mir auch noch “richtige Papierbücher”, zum Beispiel für am Strand oder Pool, denn mit dem Kindle ist das natürlich riskant, aber für zuhause bin ich zufrieden. Ich habe auch nicht so viel Schrankplatz, deshalb hat es der Ordnung auch gut getan. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich mal so viele Bücher wegwerfen oder eintauschen würde (eigentlich bin ich auch so eine Sammlerin gewesen), aber irgendwie hat sich das im letzten Jahr geändert.

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