Month: April 2013

Unterwegs mit der Ruhr.Topcard

Mein Freund hat letzte Woche im Internet die Seite zur Ruhr.Topcard entdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Es handelt sich dabei um eine Chipkarte, mit der man in NRW jede Menge Unternehmungen machen kann. Die Karte kostet einmalig 49,90€ und es gibt wohl in NRW einige Verkaufsstellen, aber wir haben unsere noch am selben Tag online bestellt und sind sehr begeistert von den Angeboten. Für ADAC Mitglieder kostet die Karte übrigens sogar noch 5 Euro weniger.

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Ich wollte euch jetzt davon erzählen, obwohl wir bisher nur ein Angebot wahrgenommen haben, da es im April noch die Aktion gibt, dass man zu seiner Ruhr.Topcard kostenlos einen Gutschein für den Movie Park Germany, Kernie’s Fanilienpark oder Fort Fun erhält.

*Hier* ist die Homepage der Ruhr.Topcard mit den Details und allen Angeboten.

Man hat freien Eintritt in zahllosen Museen, Schwimmbädern, Zoos, Tierparks und kann damit kostenlos so einige Schifffahrten auf Flüssen und Seen in NRW machen. Wenn man also sowieso gerne unterwegs ist und sich für NRW interessiert, kann man schnell die knapp 50€ raus holen und ab dann sparen. Für viele Veranstaltungen, wie z.B. Paint Ball oder Theateraufführungen, bekommt man mit der Karte 50% Rabatt. Allein wenn man sich für den Movie Park entscheidet, der ja durch den Gutschein zur Ruhr.Topcard diesen Monat kostenlos ist, hat man schon 34€ wieder raus.

Ich dachte das interessiert euch vielleicht und ihr könnt mit dem Angebot auch etwas anfangen. Wir waren vorgestern mit den Karten in Duisburg im Zoo. Eigentlich bin ich nicht so für Zoos zu haben, weil ich nicht finde, dass man Tiere überhaupt halten sollte, aber da wir den Zoo durch den Kauf unserer Ruhr.Topcard ja schon indirekt unterstützt haben, konnten wir ja nun auch hingehen. Es ist in meinen Augen kein besonders tierfreundlicher Zoo (falls es sowas gibt), aber es gibt einige Arten, die ich so noch nie im Zoo gesehen habe, wie zum Beispiel Gürteltiere, Koalas, Faultiere oder einen Amazonas-Flussdelfin (für den es aufgrund seiner Intelligenz im Zoo vermutlich besonders schlimm ist). Es scheint aber immerhin Bemühungen zu geben, den Tieren bessere Gehege und mehr Freiräume und Beschäftigung zu ermöglichen.

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Japans Norden – Sapporo

Endlich bin ich dazu gekommen, zumindest den ersten Teil der Videos zu verarbeiten und ein kleines Reisevideo für euch zusammen zu stellen. Außerdem gibt es die Fotos zum Aufenthalt in Sapporo.

Das Video fasst die knappe erste Woche unseres Japanurlaubs zusammen. Für alle die ihn noch nicht gesehen haben: Der Herr in dem Video ist mein Freund T.

Am Flughafen in Frankfurt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAErstes Abendessen

OLYMPUS DIGITAL CAMERABei Nacht

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn der Keksfabrik

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn Japan haben selbst Hunde künstliche Wimpern (hoffentlich nur dank Photoshop…)

OLYMPUS DIGITAL CAMERANorbesa Entertainment Center

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuf dem Mount Moiwa

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAGroße Stadt ganz klein

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVideobearbeitung ist noch ganz neu für mich, deshalb ist das erste Video nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vorenthalten will ich es euch aber trotzdem nicht. Wer kann sollte die Qualität hoch stellen. So, hier jetzt aber das Video:

 

Das Schlusswort im Video hat Thorge (so früh am morgen mehr oder weniger gut) gegeben, deshalb wollte ich euch auch noch ein paar meiner Eindrücke von Sapporo schreiben. Das könnte etwas detailliert werden, wer also mit dem Video schon meint, genug von Sapporo gelesen zu haben, sollte den Rest vielleicht nicht lesen ;).

 

Also, was ist mir persönlich aufgefallen? Ich versuche das mal in der Reihenfolge wieder zu geben, wie es mir in Sapporo aufgefallen ist.

In Sapporo sprechen viele fast kein Englisch, oder trauen es sich zumindest nicht. Man kommt auch ohne klar, aber mit Japanisch ist man ganz eindeutig im Vorteil, wenn man mit Leuten in Kontakt kommen möchte.

Die Ticketautomaten sind viel moderner und (das ist das verrückteste) leichter zu verstehen als bei uns. Es gibt Schranken am Eingang und Ausgang jeder Bahnstation, in die man sein Ticket gibt und welches die Info darauf speichert. Die Karte kommt in einem Mordstempo auf der anderen Seite wieder raus. Man muss das Ticket aufbewahren während der Fahrt, sonst kommt man am Zielbahnhof nicht mehr aus der Station (ja, das mussten wir erst lernen ;)). Da wird es dann eingezogen und kommt nicht mehr heraus. Das System ist klasse, denn so gibt so braucht es keine Schaffner – es kommen ja eh nur Leute mit Ticket rein, und die Tickets fliegen nicht in der Gegend rum weil sie einbehalten werden. Am Bahngleis gibt es (zumindest in Sapporo) überall eine Schutzmauer am Gleis mit Toren. Der Zug kann so irre schnell einfahren, ohne dass jemandem etwas passieren kann. Die Züge halten immer genau gleich und man stellt sich sich vor den Toren in Zweierreihen außen auf, damit die Aussteigenden mit viel Platz erstmal aus dem Zug raus kommen. In den Zügen ist es still. Herrlich still. Keiner hört zu laut Musik über seine Kopfhörer oder gar ohne, keiner redet laut. Es kommt einem als Europäer erstmal vor wie eine seltsame Zwischenwelt, so ungewohnt ist es. Kaum fährt sie Bahn los, sacken fast gleichzeitig, je nach Tageszeit, 60% der Köpfe nach vorne und es wird im Kollektiv geschlafen. Ich habe es probiert, aber ich bekomme davon schreckliche Nackenschmerzen und kippe um. Ich frage mich noch immer, wie das möglich ist. Muss jahrelange Übung sein… Alle anderen spielen mit dem Handy (35%) oder lesen (5%).

Das Hotel für 16 Euro die Nacht inklusive Frühstück war wider erwarten sowohl sauber, als auch genau so, wie auf der Homepage abgebildet eingerichtet. Mit eigenem Bad, Hightech-Toilette, Flachbildfernseher, 24 Stunden besetzter Rezeption. Wirklich klasse. Es hatte gar nichts von einer Jugendherberge (was ich jetzt bei dem Preis eigentlich erwartet hatte).

Morgens früh auf der Straße ist es wie ausgestorben. Zwischen 8 und 10 Uhr sieht man für eine Metropole mit knapp 2 Millionen Einwohnern erschreckend wenig Leute draußen. Und der Schnee der lag hat zusätzlich die Geräusche gedämpft. Am ersten morgen, neugierig auf die Stadt, sind wir sehr früh losgezogen, um die Stadt in einer Art Koma vorzufinden. Auch die Geschäfte waren geschlossen. Erst am 10 Uhr öffneten sie und ein bisschen mehr Leben kam auf. Wo die Menschen wirklich sind, haben wir erst später rausgefunden. Es stimmt zwar, in Japan geht die Geschäftigkeit erst später los als bei uns, aber weil es oben so kalt ist und so viel Schnee liegt (nicht jedes Stück Bürgersteig ist beheizt, deshalb gibt es zwischendurch immer so Eisschollen auf dem Weg), haben sich die Stadtplaner scheinbar gedacht, dass es klug wäre, die Stadt zu untertunneln. Es gibt in Sapporo eine Stadt unter der Stadt mit Geschäften, Restaurants, Anschluss zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, Ruhebereichen, eben allem was dazu gehört. Und vor allem auch: öffentliche Toiletten. Das trifft nicht nur auf Sapporo zu. Es gibt ÜBERALL öffentliche Toiletten die halbwegs sauber sind und nichts kosten. Man konnte in Sapporo kaum 200 Meter gehen, ohne eine zu finden.

Außerdem sind mir viele Fußfehlstellungen und Frauen mit viel zu großen Schuhen aufgefallen. Ich weiß nicht, ob die zu großen Schuhe ein Modetrend sind, aber gerade bei hochhackigen Schuhen stelle ich mir das schrecklich unbequem und gefährlich vor. Sonst ist mir in Sachen Bekleidung aufgefallen, dass Japanerinnen (trotz Winter) viel, viel mehr Röcke tragen. Und allgemein auch femininer angezogen sind. Ich kam mir in meinen praktischen Funktionssachen vor, wie ein Waldmensch in der Zivilisation.

Außerdem aufgefallen sind am ersten Tag die Konbinis (Convenience Stores), die 24 Stunden offen haben und auch selten weiter als 300 Meter auseinander liegen. Wirklich große Supermärkte, wie hier Real, haben wir nur einmal etwas außerhalb in einem Vorort entdeckt. Auch die Einheimischen haben die Konbinis rege frequentiert und was mir da besonders aufgefallen ist, ist dass es dort nicht sehr viel teurer ist als im großen Supermarkt und es außerdem ein sehr großes Angebot gibt. Vor allem auch an Essen. Und das ist im Vergleich zu Deutschland wirklich günstig. Frisches Essen in Portionsgrößen für eine Hauptmahlzeit abgefüllt in Styroporbehälter wie beim Lieferservice für umgerechnet 3 oder 4 Euro würde man hier nicht bekommen. Mit Reis und Gemüse, Fleisch und Ei. Das ist wirklich eine tolle Sache, gerade wenn man nicht so viel Geld im Urlaub hat oder es mal eilig hat.

So, der Post ist jetzt schon irre lang, den nächsten Schub Eindrücke gibt es mit dem Post zu Japans Mitte – Tokyo! Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche! :)

I’m walking

Im Online-Schuhshop I’m walking gibt es ein super Gewinnspiel für Blogger, bei dem man bis zu 300€ für’s Schuh-Shopping gewinnen kann und auf jeden Fall eine Tasche oder etwas gleichwertiges erhält, einfach für’s Mitmachen. Nach dem Japanurlaub ist mein Geldbeutel natürlich relativ leer, da könnte ich das als Unterstützung für die warme Saison schon gut brauchen. Alles was man dafür tun muss, ist sich seine persönliche Lieblingsschuhmarke aus dem I’m walking-Shop auszusuchen und einen Artikel darüber zu verfassen. Die Details könnt ihr bei Interesse *hier* nachlesen.

Ich habe mich für die Marke Tamaris entschieden, auch wenn diese Marke vielleicht klassischerweise eher ältere Frauen als mich anspricht. Ich finde das Antishokk System, was sie für ihre Absätze entwickelt haben, toll und sie bieten die Trends an, die ich dieses Frühjahr bzw. diesen Sommer gerne mitmachen würde. Zum einen Ballerinas, wie diese hier…

…und zum anderen weiße Pumps. Bei diesen Pumps gefällt mir besonders, dass sie für schmale Füße sind. Ich habe relativ viele hohe Schuhe, aber ich muss fast immer darauf achten, dass sie einen Knöchelriemen haben, sonst rutsche ich heraus, egal wie klein ich sie kaufe. Bei besonders schmalen Schuhen habe ich das Problem aber glücklicherweise nicht.

Ich wünsche allen, die auch mitmachen, viel Glück! An alle anderen: drückt mir die Daumen! ;)

Mit oder ohne?

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Bioboom – Das Magazin für nachhaltigen Genuss habe ich mitgenommen, als ich Anfang der Woche mit Freund und Mutter in einem Bio-Hofladen in Herford war, den ich bis dahin noch nicht besucht habe (*hier* geht’s zur Homepage). Es ist ein wirklich schöner, heller Laden mit einer relativ großen Auswahl und vor allem einer gut bestückten Fleischtheke (die Tiere sind aus eigener Haltung). Nun aber zu dem, wovon ich eigentlich erzählen wollte. In der Zeitschrift Bioboom gab es einen Artikel mit dem Aufhänger “Iss doch wenigstens das Fleisch!”, den ich einerseits lustig fand, weil er mich an meine Großeltern und meinen Vater erinnert hat, der mich aber andererseits auch nachdenklich gemacht hat und mich zum Weiterlesen bewog.

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Der Artikel handelte in der Hauptsache davon, ob man Tiere halten sollte und ob bio-veganer Landbau richtig und überhaupt möglich ist. Von dieser Seite habe ich Vegetarismus, Veganismus und überhaupt das ökologische Gleichgewicht in der Landwirtschaft noch nie betrachten. Ich gehöre zu der wachsenden Gruppe von Menschen, die für sich entschieden haben weniger Fleisch zu essen, aber dafür (wenn möglich) bio. Da ich Vegetarismus und Veganismus für mich allerdings noch nie ernsthaft in Betracht gezogen habe, habe ich mir noch nie Gedanken über die Auswirkungen solcher Lebensweisen gemacht. Der größte Teil der Vegetarier ist ovo-lakto-vegetarisch (essen Eier und Milch, aber kein Fleisch). Klar, es gibt nicht so viele Vegetarier (der Vegetarier Bund geht von ca. 7 Millionen in Deutschland aus), aber was hätte hätte es theoretisch für Auswirkungen, wenn viel mehr Menschen Ovo-Lakto-Vegetarier werden würden? Was passiert mit den Hühnern und Kühen, wenn sie keine Eier mehr legen oder keine Milch mehr geben können? Ist ein reiner Milchbetrieb rentabel? Was passiert mit den männlichen Kälbchen?  Alles Fragen, über die ich in dem Zusammenhang noch nie nachgedacht habe und die dafür gesorgt haben, dass ich mich zum allerersten mal überhaupt mit Veganern in einer Form identifizieren konnte.

Auch neu für mich war, dass einige der bekannten Bioverbände, wie zum Beispiel Demeter, Tierhaltung für einen unverzichtbaren Teil des Hoflebens halten und daher Tierhaltung als Voraussetzung für Mitglieder haben. Der Anbauverband Bioland befürwortet Bio-Nutztierhaltung zwar, macht sie aber nicht zur Pflicht.

Wenn man aus Tierschutz- bzw. Tierrechtsicht betrachtet, ist Veganismus konsequenter. Aber kann ohne den natürlichen Dünger der Tierhaltung überhaupt effizient bio-vegan angebaut werden? Bisher gibt es scheinbar wenig Forschung zu dem Thema, aber interessant finde ich es doch. In England beschäftigt man sich schon länger mit dem Thema, dort gibt es zum Beispiel schon ein Siegel auf Lebensmitteln, welches Produkte ausweist, die komplett frei von tierischen Produkten sind. Das Siegel heißt Stockfree organic und hat auch eine Homepage. In Deutschland gibt es erst einige wenige Höfe, die den bio-veganen Anbau anstelle des biologisch-dynamischen Hoflebens praktizieren. Falls es euch auch interessiert gibt es dazu auf der Seite von biovegan, einem Netzwerk zum bioveganen Anbau im deutschsprachigen Raum einiges nachzulesen.

Wenn man jetzt mal weiter überlegt und sich vorstellt, dass es viel mehr Veganer geben würde, was wären dann die Auswirkungen? Könnte man so überhaupt den Nahrungsmittelbedarf decken? Und was passiert mit den Kulturlandschaften und Nutztierrassen?

Ich muss sagen, das Thema hat mich sehr berührt und ich fand den Artikel wirklich interessant, vor allem weil er so viele Fragen in mir neu aufgeworfen hat. Ich kann mir zwar nach wie vor nicht vorstellen, ganz auf Fleisch zu verzichten und ich glaube nicht das es möglich wäre, die jetzige Bevölkerungszahl mit bio-veganem Landbau zu ernähren, aber ich habe Bewunderung und Respekt für die Konsequenz der Leute gewonnen, die vegan leben und versuchen, einen bio-veganen Landbau umzusetzen.

Ich persönlich bin außerdem der Meinung, dass der Verlust von Kulturlandschaften (Almwiesen, Heide) und Nutztierrassen bei einer theoretischen Komplettumstellung auf bio-veganen Anbau absolut vertretbar und vielleicht sogar besser wäre. Ich bin außerdem der Meinung, dass der Mensch im Grunde genommen keinerlei Recht hat Tiere zu halten und für sich, in welcher Hinsicht auch immer, zu benutzen. Aber ich bin ehrlich gesagt einfach zu inkonsequent und bequem um den Gedanken zu ende zu führen und mein Leben umzustellen. Zumindest zur Zeit.

Was haltet ihr von Vegetarismus? Veganismus? Biologisch-dynamischem Hofleben? Tierhaltung im allgemeinen? Bio-veganem Anbau? Eure Gedanken würden mich sehr interessieren! So oder so wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

Frohe, lehrreiche Ostern!

Ich wünsche allen erstmal frohe Ostern! Ich hoffe ihr konntet gestern und werdet heute den Tag schön verbringen können. Ich habe mich Ende letzter Woche dazu entschieden, spontan doch noch zu meinen Eltern zu fahren und kann deshalb Ostern in Ruhe genießen. Leider heißt das auch, dass ich an den diversen Videos nicht weiterarbeiten kann. Ich hoffe ihr habt Verständnis und geduldet euch noch ein wenig.

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So lehrreich wie dieses Jahr war Ostern für mich wohl zum ersten mal. Nach meinem dreiwöchigen Urlaub hatte ich einen Riesenberg Zeitungen nachzulesen. In der Zeit von vorletzter Woche (glaube ich) bin ich dabei auf ein Artikel aufmerksam geworden, der von freier, kostenloser Bildung über das Internet berichtete. Seit einiger Zeit gibt es bei richtig guten Univeristäten die Tendenz, das Lehrmaterial kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. Teilweise sogar nicht nur als einfache abgefilmte Vorlesung, sondern mit Literatur, interaktiven Aufgaben während der Vorlesung und Hausaufgaben und Quizzes, die entweder auf Grundlage von peer-evaluation (also durch andere “virtuelle” Studenten) oder auf elektronischem Weg korrigiert werden.

Es gibt verschiedene Plattformen, zum Beispiel Udacity, Coursera, oder die Khan Academy.

Nach einiger Recherche und als ich mir einen Überblick über das jeweilige Angebot verschafft hatte, habe ich mich dafür entschieden, mich bei Coursera anzumelden. Das kostet nichts und ermöglicht es einem, an den Kursen teilzunehmen. Coursera hat meiner Meinung nach das am breitesten gefächerte Angebot, während bei den anderen “Online-Unis” der Fokus auf internetbasierten Technologien zu liegen scheint. Die Kurse bei Coursera sind nicht jederzeit zugänglich und haben, wie richtige Universitätsveranstaltungen, ein Anfangsdatum und sind dann in Wochen gegliedert.

Ich habe mich erstmal für drei Kurse angemeldet, auch zwei der Kurse schon länger laufen. Fundamentals of Human Nutrition wird morgen schon abgeschlossen sein, deshalb konnte ich nicht mehr an den Quizzes und Aufgaben teilnehmen, das heißt ich bekomme auch kein Zertifikat für diesen Kurs. Ich habe mich eigentlich nur noch angemeldet, um ein bisschen in das Kursmaterial reinschnuppern zu können, weil mich das Thema Ernährung sehr interessiert.

Der zweite Kurs, bei dem ich es sehr bedauere, dass es schon lief, heißt AIDS und es geht, wie der Name ja schon sagt um HIV und AIDS. Ein extrem spannendes Thema und ja auch durchaus passend zu meinem “echten” Studium der Mikrobiologie. Leider bin ich auch bei diesem Kurs zu spät gekommen und werde deshalb kein Zertifikat erhalten. Dafür habe ich zu viele Essay-Abgabefristen verpasst. Trotzdem sehe ich mir die video lectures zu dem Thema zur Zeit am liebsten an weil mich das Thema so fesselt.

Der dritte Kurs, und das war wirklich ein glücklicher Zufall, ist genau an dem Tag angefangen, an dem ich mich angemeldet habe. Es ist eine Introductory to Psychology as a Science und hat mich sehr angesprochen. Ich habe in meinem Bachelorstudium einen Kurs namens biological psychology und die Psychologie hat mich auf anhieb (unerwarteter Weise) sehr interessiert. Ich freue mich, jetzt in dem Kurs ein bisschen mehr zu dem Thema lernen zu können und am Ende (sofern ich alle Aufgaben und Quizzes mitmache und schaffe) sogar ein Zertifikat zu erhalten.

In Amerika kann man mit diesen Zertifikaten sogar schon Kurse des Grundstudiums ersetzen, aber in Deutschland haben sie in der Hinsicht bislang keinen Wert. Trotzdem finde ich es schön, wenn man zum Beispiel seiner Bewerbung etwas beilegen kann, was zeigt, womit man sich gerne beschäftigt. Teilweise gibt es zumindest für Biologen bei Coursera sogar Kurse, die sich wirklich gut machen könnten. Zum Beispiel gibt es im Juli einen Kurs über Apoptose von der LMU München. Hier ist der Trailer zu der Veranstaltung:

Für mich ist es wirklich das beste Angebot, was ich seit langem gesehen habe und ich bin mit Feuereifer dabei. Konnte ich vielleicht jemanden anstecken? Das würde mich sehr freuen!

In jedem Fall hoffe ich, dass ihr Ostern gut ausklingen lassen könnt.

Bis bald!