Nihon e ikimasu!

Oder: Wir fliegen nach Japan! Am 1. März ist es endlich so weit und mein Freund und ich treten unseren lange geplanten Japanurlaub an. Wir werden drei Wochen unterwegs sein und verschiedene Stopps in Japan machen. Im letzten Semester hatte ich zwar einen Japanisch-Intensivkurs, aber besonders das Lesen fällt doch noch recht schwer. Ich hoffe wir kommen irgendwie zurecht. In Tokyo sind zumindest noch viele Schilder auch auf Englisch, aber besonders auf Miyako-jima wird das wohl eher schwierig werden…

So, hier ist erstmal eine Karte von Japan zur groben Orientierung:

20130212_184349Wir fliegen von Frankfurt über Peking nach Sapporo. Das ist die größte Stadt auf der nördlichsten Insel Hokkaido. Zu dieser Jahreszeit wird es um 0 °C kalt sein und mit großer Wahrscheinlichkeit Schnee liegen. Wir haben ein Hotel gebucht, welches vom Hauptbahnhof relativ leicht zu erreichen ist. Wir sind die Strecke sogar bei Street View mal “abgegangen”, um uns gut orientieren zu können (ihr merkt, eine leichte Nervosität ist nicht zu verleugnen!).

20130212_184424Wir wollen zuerst mal die Stadt besichtigen und ich werde mir eine Kamera kaufen. Elektroartikel sind in Japan wesentlich günstiger als hier. Ich habe mich für die Olympus SZ-31MR entschieden, die unter der Bezeichnung Reisezoomkamera gehandelt wird. Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich mir eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera zulegen soll, aber letztendlich würde ich mir vermutlich selten die Mühe machen, den Klotz mitzunehmen und dafür dass sie zuhause verstaubt sind sie auch in Japan zu teuer. Das Modell, für das ich mich entschieden habe, kostet in Japan ungefähr 80€ weniger als hier, das ist ja schon mal nicht schlecht. Außerdem wollen wir uns einen Camcorder zulegen. Wir werden uns die Panasonic HX-WA20 besorgen, denn die ist sogar wasserdicht. Das wird schon in diesem Urlaub hoffentlich nützlich werden, aber dazu später mehr.

20130212_184457Außerdem auf dem Programm steht die Besichtigung einer Schokoladenfabrik in einem Fachwerkhaus, der örtliche Wochenmarkt, ein Halbtagesausflug in das kleine Fischerdorf Otaru an der Küste und dann eventuell noch ein Besuch in einem Bad, das aus einer heißen Quelle gespeist wird. Man nennt diese Quellen, in denen man Baden gehen kann, Onsen. Den Rest der Tage in Sapporo werden wir vermutlich genug zu tun haben uns an die andere Kultur zu gewöhnen und einfach umher zu gehen und zu staunen. Insgesamt sind wir 5 Tage in Sapporo. Von da aus fliegen wir weiter nach Tokio.

20130212_184604In Tokio wird es im März vom Klima her ungefähr so sein wie hier, so um 10 °C. Hier haben wir haben ein Hostel im Stadtteil Sumida gebucht. Von dort aus ist man mit der U-Bahn innerhalb von 20 Minuten im Stadtzentrum (immer vorausgesetzt wir verlaufen und verfahren uns nicht fürchterlich…) und das Wohnen dort ist nicht sehr teuer. In Tokio gibt es natürlich unglaublich viel zu sehen und die Zeit die wir hier zur Verfügung haben reicht nicht mal annähernd aus um alles zu sehen. Wir sind 6 Tage dort und planen den Kaiserpalast anzusehen, die Haupteinkaufsstraße, den Hafen, diverse Gärten und Schreine, den großen Tempel in Asakusa, Shinjuku, Roppongi, Shibuja und außerdem haben wir Tickets für das Museum Ghibli. Studio Ghibli ist der Produzent vieler bekannter Animes, zum Beispiel Prinzessin Mononoke, Mein Nachbar Totoro, Die letzten Glühwürmchen, Das Schloss im Himmel, Chihiros Reise ins Zauberland… Das Museum liegt etwas außerhalb, aber ich denke der Besuch wird sich lohnen, ich liebe nämlich eigentlich alle Filme von Studio Ghibli!

Von Tokio aus geht es mit dem Zug Richtung Nordwesten in die Berge. Wir haben in der Präfektur Gunma zwei Übernachtungen in einem traditionellen japanischen Gasthaus, Ryokan genannt, gebucht. Das ist ziemlich kostspielig, aber wir wollten uns die Gelegenheit, einmal traditionell japanisch Urlaub zu machen, nicht nehmen lassen. Ein Urlaub im Urlaub sozusagen. Bei der Ankunft bekommt man einen leichten Freizeitkimono, die Yukata, und sein Zimmer. Es sind klassisch japanische Zimmer mit Reisstrohmatten (Tatami) am Boden und ohne westliche Möbel. Den Tag kann man im in den heißen Bädern oder mit Spaziergängen durch den Wald verbringen. Traditionell japanisches Frühstück und Abendessen sind im Preis inbegriffen, ebenso wie der Eintritt in das heiße Bad. Baden gehen ist in Japan übrigens nicht wie bei uns. Man zieht sich zuerst aus und wäscht sich auf Schemeln am Boden gründlich ab, erst dann geht man in die heißen Bäder und entspannt. Falls es euch interessiert könnt ihr *hier* einen Blick auf unser Ryokan werfen. Die Bäder draußen sind direkt an einem Bergfluss und obwohl schon März ist wenn wir da sind, hoffe ich auf ein bisschen Schnee! Hier in dem Video bekommt man glaube ich einen ganz guten Eindruck von dem Ryokan:

Danach geht es, hoffentlich gut erholt, zurück nach Tokio. Die drei Tage, die wir noch da sind habe ich bisher noch nicht verplant, aber wir finden bestimmt in den ersten 6 Tagen dort etwas, was wir unbedingt noch machen wollen! Dann geht es von Tokio mit dem Flugzeug weiter nach Miyako-jima.

20130212_194029Wie ihr seht ist Miyako-jima ein ganzes Stück südlich von Japans Hauptinsel gelegen. Schon im März liegen die Temperaturen um 20 °C, das Klima ist subtropisch. Wir haben ein Hostel inmitten von Zuckerrohrplantagen gebucht und können dort kostenlos Fahrräder und Roller benutzen und die Insel erkunden. Die Insel ist nur ungefähr 30 km lang und 10 km breit und teilweise von Korallenriffen umgeben. Jetzt werden die Taucherausrüstung und die Unterwasserkamera hoffentlich zum Einsatz kommen! Außer Schnorcheln haben wir geplant viel Rad zu fahren und die Insel zu erkunden. Hier ist ein Video von einem japanischen Tourist von 2012, falls ihr euch selbst ein Bild machen wollt:

Es gibt zum Beispiel einen Mangrovenwald, eine Meersalzgewinnungsanlage, einen Leuchtturm, Glasbodenbootsfahrten und ein deutsches Dorf! Wie kommt ein deutscher Themenpark auf eine winzige japanische Insel? Im 19. Jahrhundert ist ein deutsches Boot vor der Küste gekentert und die Matrosen wurden von Inselbewohnern gerettet. Seit dem hat die Insel eine besondere Verbindung zu Deutschland. Auf diesen Teil der Reise freue ich mich ganz besonders, denn ich war noch nie an Korallenriffen schnorcheln oder in den Subtropen. Es wird dort also einige Premieren geben! Nach einer Woche auf der Insel geht es zurück nach Tokio und von dort über Peking wieder nach Frankfurt.

Am 22. März werde ich also, vermutlich mit Kulturschock und hoffentlich mit einer Bilder- und Videoflut, zurück sein. Wir haben vor ein bisschen Videotagebuch zu führen, das bietet sich ja an um hier auf dem Blog die ersten Videos zu zeigen! Wünscht uns Glück, dass wir uns nicht zu oft verlaufen ;)

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10 comments

    1. Kasachstan klingt aber auch super spannend. Als 0-8-15 Deutscher hat man glaube ich auch keine Ahnung über Kasachstan… Ich habe zumindest ehrlich gesagt kaum eine ;)
      Für mich wird der Urlaub so etwas wie eine Traumerfüllug. Ich war als Kind schon fasziniert von der japanischen Kultur und Architektur usw. Jetzt heißt es für mich ja zum Glück nur noch abwarten! Ich freue mich aber schon, die Erfahrungen mit dir zu teilen, ich hoffe es kommt ganz gutes Material mit der neuen Ausstattung zusammen! :)

  1. Das klingt wirklich super gut, ich wollte auch schon immer mal nach Japan. Hab soagr mal ein Jahr japanisch gelernt :D Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß :)

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