Snacks aus Fernost

Mein Freund ist heute von einer Forschungsreise mit der Uni nach China zurück gekommen und hat mir allerlei Snacks zum Testen mitgebracht. Ich bin nämlich ein Supermarkttourist. Ich finde immer totaaal interessant was so in fremdländischen Supermärkten zu kaufen ist und was die Leute überall auf der Welt so snacken und kaufen und kochen. Da sind schon einige sehr exotische Sachen dabei gewesen, da hab ich mich sehr gefreut!

Zuerst wären da zwei Sorten Oreokekse, die es so hier nicht gibt. Den Bildern nach zu urteilen sind sie mit den Fruchtmischungen Pfirsich/Traube und Heidelbeere/Himbeere gefüllt. Ich bin ein ziemlicher Freund der “westlichen” Oreos und war ganz heiß darauf sie als erstes zu testen. Sie riechen wie Maoam mit Schokokeks und ziemlich genau so schmecken sie auch. Künstlich hoch zehn und am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich dran gewöhnt hat haben sie einen ganz schönen Suchtfaktor. Ich will gar nicht wissen, was da an Geschmackstoffen und Aromen alles drin ist, aber mehr als die zwei Schachteln werde ich in den nächsten Jahren ja vermutlich nicht essen, also halb so wild!

Dann gab es noch solche Schnitten mit Namen Sachima mit Eigelb- und Schokogeschmack. Die sahen ein bisschen aus wie… Naja, irgendwie wie Gehirn oder so, aber die waren wirklich lecker. Von der Konsistenz ein bisschen so wie Erdnussflips, aber tatsächlich war es fluffiger Weizenteig. Und der Eigelbgeschmack hat sich zwar erst seltsam angehört, sich aber als “normaler westlicher Keksgeschmack” entpuppt.

Vielleicht erkennt ihr es schon an der Verpackung, bei diesen Crackern handelt es sich um Sojabohnencracker. Nicht wirklich süß, nicht wirklich herzhaft, aber mit deutlichem Hülsenfrüchtegeschmack, wenn ihr wisst was ich meine. Ich habe Sojabohnen noch nie einfach gekocht gegessen, aber so könnte ich mir den Geschmack vorstellen. Die Packung werde ich wohl nicht alle kriegen, aber zum Glück isst mein Freund die gerne.

Am seltsamsten waren aber definitiv dieser harmlos aussehende Becher und das “Bonbon” hier. Bei dem Becher handelt es sich nämlich um White thick and Fruitfungus Soup, was wohl so viel heißt wie “weiß dick und Fruchtpilzsuppe”. Die konnte ich heute einfach noch nicht probieren, aber ich bin seeeehr gespannt drauf… Hier noch ein Detailbild vom gruseligen Inhalt, der neben einer Mandarinorange auch seltsame rote Beeren und eine Olive (leider nicht zu sehen) enthält.

Tja und das Bonbon?! Es ist getrocknetes gewürztes Yakfleisch! Kein Witz! Das ist wohl ein sehr beliebter Snack und soll auch vieeeel nährstoffreicher als Rindfleisch sein. Super, oder? Haha, ich habe die tatsächlich probiert und ratet was? Ich mag die! Ich weiß, ich bin eklig, aber die schmecken wie Gulasch to go!

So, das wars! Schlaft gut und ich hoffe ihr habt keine Yak-Bonbon-Alpträume ;)

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5 comments

  1. Die Cracker sind nicht mit Sojabohnen (gelb), sondern mit Mungobohnen (grün, wie auf der Verpackung) ;) Macht geschmacklich einen großen Unterschied.

    Die “Pilzsuppe” ist sehr sehr unglücklich übersetzt. Aus Chinarestaurants kennst du sicher solche schwarzen Pilze, die etwas flabberig sind. Auf Chinesisch heißen sie “Holzohren”, kA wie sie auf Deutsch heißen. In der Suppe sind Pilze, die so ähnlich von der Form her aussehen, aber weiß sind. Sie heißen “Silberohren” und werden traditionell in China süß verarbeitet. Viele viele guten Eigenschaften für die Frau werden ihnen zugeschrieben, sind auch nicht gerade günstig, sofern sie echt sind ;) Die “seltsamen roten Beeren” sind mit ziemlicher Sicherheit Goji-Beeren, mittlerweile hier auch bekannt.

    Und die Fleisch-teile… Ich liebe sie, leider kosten sie hier zu viel. 3€ für 80g im durchschnittlichen Asiamarkt. Ich beneide dich total :D

    1. Ah, Mungobohnen, gut zu wissen!
      Inzwischen sind die Snacks leider alle aufgefuttert. Die Pilzsuppe war in der Tat süß, aber ich finde eigentlich mit Suppe bei der Darreichungsform recht gut beschrieben! Hier gibt es doch auch süße Suppen wie z.B. Milchsuppe. Nur die Olive hat irgendwie nicht rein gepasst und die Konsistenz war… gewöhnungsbedürftig!

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