Buchrezension: The curious incident of the dog in the night-time von Mark Haddon

Das letzte Buch was ich gelesen habe kennen viele vielleicht aus der Schule. Ich habe es von meinem Freund geliehen, der es für den Englischunterricht lesen musste. Obwohl es eine Schullektüre war, hat es ihm  gut gefallen und er hat es mir empfohlen. Vorletzte Woche bin ich dann endlich dazu gekommen, es zu lesen. Das steht im Klappentext:

Christopher John Francis Boone knows all the countries of the world and their capitals and every prime number up to 7,057. He relates well to animals but has no understanding of human emotions. He cannot stand to be touched. And he detests the color yellow.

Although gifted with a superbly logical brain, fifteen-year-old Christopher is autistic and everyday interactions and admonishments have little meaning for him. He lives on patterns, rules, and a diagram kept in his pocket. Then one day, a neighbor’s dog, Wellington, is killed and his carefully constructed universe is threatened. Christopher sets out to solve the murder in the style of his favorite (logical) detective, Sherlock Holmes. What follows makes for a novel that is deeply funny, poignant, and fascinating in its portrayal of a person whose curse and blessing are a mind that perceives the world entirely literally.

Es geht also um den jungen Autisten Christopher, der die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Selbst wenn es nicht schon im Klappentext stehen würde, kann man relativ bald erkennen, dass Christopher nicht so ist, wie die meisten von uns. Das merkt man vor allem daran, wie er die Geschehnisse und seine Umwelt beschreibt. Er hat Probleme die Mimik anderer Leute zu deuten, hat Angst vor Fremden und Ungewohntem und die nonverbale Kommunikation fällt ihm schwer. Außerdem fehlt ihm das, was wir gemeinhin “Intuition” nennen. Er kann zum Beispiel Metaphern wie “It’s raining cats and dogs.” nicht deuten. Er nimmt wirklich alles wörtlich. Das macht die Lektüre einerseits wirklich unterhaltsam, andererseits wird einem durch die Schilderungen aus seiner Sicht erst einmal klar, wie viel unserer Kommunikation nicht mit klaren Worten passiert, sondern über Intonation, Metaphern und Körpersprache.

In der Geschichte die Christopher schildert geht es nur oberflächlich um den Mord an dem Nachbarshund Wellington. Die Geschichte wirft viel mehr Licht auf die Alltagsprobleme von Autisten und auf den Familienhintergrund und den aus der Krankheit resultierenden Problemen im Zusammenleben, ohne schwer oder belehrend zu wirken. Christophers Illustrationen im Buch und seine mathematischen Ausführungen, die er immer anführt, wenn er in der “echten Welt” nervös oder überfordert ist, lockern die Geschichte auf und geben gleichzeitig interessante Einblicke in seine Welt.


Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber das Buch ist wie ein wahres Abenteuer in einer Sichtweise, die man so vermutlich noch nie eingenommen hat. Ein Buch wie dieses ist mir bisher noch nie untergekommen und ich konnte viel lernen und Neues erfahren. Ich war von Christophers Welt die ganze Lektüre hindurch wirklich fasziniert. Einzig das Happy End wollte meines Erachtens nicht ganz zum Rest der Geschichte passen.

Kennt ihr das Buch? Falls ja, hat es euch auch so gut gefallen?

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